Pferde eindecken - ja oder nein? - Was dein Pferd dazu sagt und was die Wissenschaft weiß

Kaum werden die Nächte kälter, beginnt in vielen Ställen wieder die alljährliche Deckendiskussion. Der eine hat seinem Pferd längst die 200-Gramm-Decke angezogen, der nächste schwört darauf, dass sein Pferd selbst bei minus 15 Grad keine braucht. Und irgendwo dazwischen steht ein Pferdebesitzer mit drei verschiedenen Decken im Schrank, der morgens auf die Wetter-App schaut und überlegt, welche davon heute wohl die richtige ist.

Besonders interessant wird es, wenn die Temperaturen nachts gegen null gehen und tagsüber wieder auf 15 Grad steigen. Morgens friert man selbst noch beim Füttern, mittags könnte man die Jacke ausziehen. Und das Pferd? Das trägt möglicherweise seit sechs Uhr morgens dieselbe Decke.

Aber brauchen Pferde überhaupt eine Decke? Wann ist sie sinnvoll, wann vielleicht sogar überflüssig? Und können unsere Pferde uns möglicherweise selbst zeigen, ob sie eingedeckt werden möchten?

Ich finde, wir sollten bei dieser Diskussion weniger auf die Meinung der Stallgemeinschaft und mehr auf das einzelne Pferd schauen. Denn was für das eine Pferd genau richtig ist, kann für das nächste bereits zu viel oder zu wenig sein.

Das Wichtigste in Kürze

Nicht jedes Pferd braucht eine Decke. Gesunde, ungeschorene Pferde mit gut entwickeltem Winterfell können auch niedrige Temperaturen häufig problemlos bewältigen, wenn die Haltungsbedingungen stimmen.

Die Außentemperatur allein entscheidet nicht. Wind, Nässe, Winterfell, Gesundheitszustand und Haltung spielen eine wichtige Rolle. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Temperaturgrenze, ab der alle Pferde eingedeckt werden müssen.

0 g, 50 g oder 200 g? Die Füllmenge einer Decke beschreibt ihre Wattierung, nicht die Temperatur, bei der sie getragen werden muss. Besonders bei geschorenen Pferden ist eine individuelle Auswahl wichtig.

Pferde können Vorlieben zeigen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Pferde lernen können, mitzuteilen, ob sie eine Decke tragen möchten. Auch im Alltag lohnt es sich, ihre Reaktionen genauer zu beobachten.

Pferde eindecken muss alltagstauglich bleiben. Nicht jeder kann bei jedem Wetterwechsel zum Stall fahren. Entscheidend ist eine Lösung, die zum Pferd und zu seinen Haltungsbedingungen passt und regelmäßig überprüft wird.

Pferde eindecken – warum sie Kälte oft besser vertragen als wir

Wir Menschen neigen dazu, von unserem eigenen Temperaturempfinden auszugehen. Wenn wir morgens mit dicker Jacke, Schal und kalten Fingern im Stall stehen, fällt es manchmal schwer zu glauben, dass unser Pferd daneben völlig zufrieden sein könnte.

Dabei sind Pferde von Natur aus ziemlich gut darauf vorbereitet, mit unterschiedlichen Temperaturen zurechtzukommen.

Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, verändert sich das Fell. Es wird dichter und länger, und zwischen den Haaren kann sich eine isolierende Luftschicht bilden. Durch das Aufstellen der Haare kann das Pferd diese Isolation zusätzlich beeinflussen. Dazu kommen weitere Möglichkeiten der Wärmeregulation, etwa die Veränderung der Durchblutung oder die Wärme, die bei der Verdauung von Raufutter entsteht.

Ein gesundes Pferd, das ganzjährig draußen lebt, ausreichend Heu zur Verfügung hat und einen trockenen, windgeschützten Bereich aufsuchen kann, bringt deshalb oft gute Voraussetzungen mit, auch bei niedrigen Temperaturen ohne Decke zurechtzukommen.

Allerdings sind Pferde keine identischen Modelle, die alle mit derselben Winterausstattung ausgeliefert werden.

Ein älteres Pferd, das Mühe hat, sein Gewicht zu halten, hat andere Bedürfnisse als ein gut genährtes, robustes Pferd mit dichtem Winterfell. Ein geschorenes Pferd wiederum hat einen Teil seiner natürlichen Isolation verloren. Und ein Pferd, das bisher überwiegend in einem geschützten Stall gelebt hat, ist möglicherweise nicht in gleichem Maße an Kälte gewöhnt wie eines, das seit Jahren im Offenstall steht.

Deshalb halte ich wenig von Aussagen wie: „Pferde brauchen erst ab minus zehn Grad eine Decke.“

Welches Pferd denn? Mit welchem Fell? In welcher Haltung? Und bei welchem Wetter?

Genau diese Fragen sollten wir beantworten, bevor wir eine Entscheidung treffen.

Pferde eindecken im Herbst – wächst dann weniger Winterfell?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass im September nur ein paar kühlere Nächte angekündigt werden müssen und schon verschwinden die ersten Pferde unter ihren Decken. Besonders bei Pferden in Boxenhaltung wird häufig früh eingedeckt, damit sie möglichst wenig Winterfell entwickeln. Schließlich möchte man im Winter vielleicht noch Turniere reiten oder verhindern, dass das Pferd nach der Arbeit ewig zum Trocknen braucht.

Aber funktioniert das überhaupt? Bekommt ein Pferd tatsächlich weniger Winterfell, wenn wir frühzeitig eine Decke auflegen?

Dazu müssen wir zunächst verstehen, wodurch der Fellwechsel ausgelöst wird. Denn entgegen einer weitverbreiteten Vorstellung wartet der Körper des Pferdes nicht darauf, dass die Temperaturen sinken. Der entscheidende Auslöser ist die Veränderung der Tageslänge. Wenn nach der Sommersonnenwende die Tage wieder kürzer werden, verändert sich die hormonelle Steuerung. Unter anderem spielen dabei Melatonin und Prolaktin eine Rolle. Das Pferd beginnt also bereits mit der Vorbereitung auf den Winter, während wir Menschen möglicherweise noch in kurzen Ärmeln unterwegs sind.

Die Temperatur ist deshalb aber nicht völlig bedeutungslos. Sie beeinflusst mit, wie sich das Winterfell entwickelt. Ein Pferd, das überwiegend in einem wärmeren Stall steht oder regelmäßig eingedeckt wird, kann ein kürzeres Winterfell entwickeln als ein vergleichbares Pferd, das stärker der Kälte ausgesetzt ist.

Dass das nicht nur eine Vermutung ist, zeigte eine Untersuchung aus dem Jahr 2023. Dabei wurde das Fell von eingedeckten und nicht eingedeckten Pferden über den Winter verglichen. Die eingedeckten Pferde hatten im Januar und Februar am Hals kürzere Haare. Trotzdem durchliefen beide Gruppen den normalen jahreszeitlichen Fellwechsel.

Das finde ich einen wichtigen Unterschied. Eine Decke schaltet den Fellwechsel nicht einfach aus. Sie kann aber beeinflussen, wie stark sich das Winterfell ausbildet.

Und wie sieht es mit Boxen- und Offenstallpferden aus? Auch hier sollten wir nicht zu schnell verallgemeinern. Ein Pferd in einer gut belüfteten, ungeheizten Außenbox ist anderen Temperaturen ausgesetzt als eines in einem warmen, geschlossenen Stall. Dazu kommen Unterschiede bei der Beleuchtung, der täglichen Aufenthaltsdauer draußen und natürlich bei den Pferden selbst.

Ein Offenstallpferd entwickelt deshalb nicht automatisch mehr Winterfell als jedes Boxenpferd. Unter vergleichbaren Voraussetzungen können sich aber durchaus Unterschiede ergeben, wenn die Tiere dauerhaft verschiedenen Temperaturen ausgesetzt sind.

Wer sein Pferd bewusst früh eindeckt, um das Winterfell kürzer zu halten, sollte außerdem bedenken, dass er damit möglicherweise auch dessen natürliche Isolation beeinflusst. Wird das Pferd später ohne Decke der Kälte ausgesetzt, muss berücksichtigt werden, wie gut sein tatsächlich entwickeltes Fell es noch schützt.

Ich finde es deshalb sinnvoller, nicht einfach ab September nach Kalender oder Thermometer einzudecken, sondern zu überlegen, welches Ziel man damit verfolgt. Möchte man das Fell aus sportlichen Gründen möglichst kurz halten, ist das eine bewusste Managemententscheidung, die anschließend auch entsprechende Verantwortung mit sich bringt. Soll die Decke dagegen vor Kälte schützen, sollte man zuerst prüfen, ob das Pferd diesen Schutz überhaupt benötigt.

Denn nur weil das Thermometer nachts erstmals unter zehn Grad fällt, braucht noch lange nicht jedes Pferd eine Decke.

Warum Pferde bei kühleren Temperaturen oft bewegungsfreudiger werden

Vielleicht kennst du das auch. Im Sommer läuft dein Pferd eher gemütlich über die Koppel, und sobald die Temperaturen im Herbst sinken, scheint es plötzlich einen zusätzlichen Gang gefunden zu haben. Da wird getrabt, gebuckelt und manchmal über die Weide galoppiert, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.

In der Reiterwelt heißt es dann gerne: „Heute ist er aber knackig!“

Tatsächlich kommen Pferde mit kühleren Temperaturen häufig besser zurecht, als wir Menschen vermuten. Oft wird ein Temperaturbereich von etwa fünf bis zehn Grad als besonders angenehm für Pferde genannt. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, denn eine feste Wohlfühltemperatur, die für alle Pferde gilt, gibt es nicht.

In der Wissenschaft spricht man vom thermoneutralen Bereich. Das ist der Bereich der Umgebungstemperatur, in dem ein Pferd seine Körpertemperatur ohne zusätzliche Stoffwechselwärme oder aktive Kühlung aufrechterhalten kann. Wie groß dieser Bereich ist, hängt unter anderem vom Winterfell, der Fütterung, der Gewöhnung an die Umgebung und den Witterungsbedingungen ab.

Ein gesundes, ungeschorenes Pferd mit dichtem Winterfell kann deshalb auch bei Temperaturen deutlich unter fünf Grad gut zurechtkommen. Für ein frisch geschorenes Pferd können dieselben Bedingungen dagegen bereits unangenehm sein.

Dass viele Pferde bei kühlerem Wetter bewegungsfreudiger wirken, lässt sich ebenfalls beobachten. Während bei sommerlicher Hitze zusätzliche Bewegung die Wärmebelastung erhöhen kann, ist das bei kühlen Temperaturen weniger problematisch. Allerdings können auch Wind, Aufregung, längere Bewegungspausen oder andere Umweltreize dazu beitragen, dass ein Pferd lebhafter reagiert.

Nicht jedes Pferd, das im Herbst plötzlich über die Koppel buckelt, möchte uns also mitteilen, wie wunderbar es die Kälte findet.

Trotzdem zeigt sich hier etwas, das wir beim Pferde eindecken berücksichtigen sollten: Unser eigenes Temperaturempfinden ist kein besonders zuverlässiger Maßstab für das Wohlbefinden unseres Pferdes.

Während wir bereits die Winterjacke aus dem Schrank holen, kann unser Pferd mit seinem dichten Winterfell noch bestens zurechtkommen.

Vielleicht erklärt das auch, weshalb ich bei Caparo nicht automatisch zur Decke greife, sobald ich selbst anfange zu frieren. Sein Winterfell, seine Haltung und sein Verhalten sagen mir oft mehr als mein eigenes Kälteempfinden. Trotzdem gibt es Tage, an denen ich vorausschauend entscheiden muss, weil die Nacht deutlich kälter wird und ich später nicht noch einmal zum Stall fahren kann.

Pferde eindecken: Wann ist eine Decke wirklich sinnvoll?

Eine Decke kann durchaus sinnvoll sein. Ich bin weder grundsätzlich dafür noch dagegen. Mich interessiert vielmehr, warum ein bestimmtes Pferd eine Decke bekommen soll und ob es tatsächlich davon profitiert.

Dabei wird häufig übersehen, dass nicht allein die Temperatur entscheidend ist. Ein trockener Wintertag mit minus fünf Grad kann für ein gut angepasstes Pferd angenehmer sein als ein Tag mit fünf Grad, Dauerregen und kräftigem Wind.

Wind kann die isolierende Luftschicht im Fell beeinträchtigen. Kommt starke Nässe hinzu und wird das Fell bis auf die Haut durchnässt, kann der Wärmeverlust deutlich zunehmen. Gerade bei Pferden, die wenig Winterfell haben oder aus gesundheitlichen Gründen nicht ausreichend Wärme halten können, kann zusätzlicher Schutz deshalb wichtig sein.

Aber auch hier sollten wir nicht automatisch zur Decke greifen, sobald Regen angekündigt wird. Ein gesundes Pferd mit intaktem Winterfell verfügt bereits über einen gewissen natürlichen Nässeschutz. Und wenn es jederzeit einen geeigneten Unterstand aufsuchen kann, sieht die Situation möglicherweise wieder anders aus.

Eine Decke sollte also nicht deshalb auf dem Pferd landen, weil wir selbst frieren oder weil der Wetterbericht drei Regentropfen anzeigt. Sie sollte einen tatsächlichen Zweck erfüllen.

Pferde eindecken: 0 g, 50 g, 100 g oder mehr?

Wer sich heute eine Pferdedecke kaufen möchte, hat beinahe die Qual der Wahl. Ungefütterte Regendecken, 50 Gramm, 100 Gramm, 150 Gramm, 200 Gramm und darüber hinaus. Dazu unterschiedliche Schnitte, Materialien, Halsteile und Verschlusssysteme.

Da kann man durchaus den Eindruck bekommen, man müsse für jede Temperatur die passende Decke im Schrank haben.

Aber was bedeuten diese Grammangaben eigentlich?

Bei den üblichen Pferdedecken bezeichnet die Grammzahl die Menge der isolierenden Füllung pro Quadratmeter. Sie sagt also zunächst etwas über die Wattierung aus, nicht darüber, bei welcher Außentemperatur die Decke getragen werden muss.

Eine ungefütterte Regendecke mit 0 Gramm schützt hauptsächlich vor Regen und Wind. Sie kann beispielsweise für ein Pferd sinnvoll sein, das genügend eigenes Winterfell besitzt, aber unter bestimmten Bedingungen zusätzlichen Nässeschutz benötigt. Allerdings greift auch eine solche Decke in die natürliche Isolation ein, weil sie auf dem Fell liegt und dessen Aufstellen beeinträchtigen kann. Ganz ohne Einfluss auf den Wärmehaushalt ist sie deshalb nicht.

Leicht gefütterte Decken mit 50 oder 100 Gramm bieten zusätzliche Isolation. Sie können bei Pferden sinnvoll sein, die etwas mehr Schutz benötigen, ohne dass gleich eine stark gefütterte Winterdecke erforderlich ist. Ob das bei fünf Grad, null Grad oder deutlich niedrigeren Temperaturen der Fall ist, hängt aber wieder vom einzelnen Pferd ab.

Bei Decken mit 150 oder 200 Gramm nimmt die zusätzliche Isolation zu. Solche Decken können beispielsweise bei stärker geschorenen Pferden oder Tieren mit erhöhtem Wärmebedarf angebracht sein. Ein ungeschorenes Pferd mit dichtem Winterfell könnte darunter unter bestimmten Bedingungen allerdings bereits zu warm werden.

Und dann gibt es noch die richtig dicken Winterdecken mit 250, 300 oder sogar 400 Gramm Füllung. Auch sie haben ihre Berechtigung, wenn ein Pferd entsprechend viel zusätzlichen Schutz benötigt.

Was ich allerdings kritisch sehe, ist die Vorstellung, dass mehr Füllung automatisch besser sei.

Eine dicke Decke ist nicht grundsätzlich fürsorglicher als eine dünne. Und ein Pferd, das unter seiner Winterdecke schwitzt, hat von der zusätzlichen Wärme herzlich wenig.

Pferde eindecken
zwei eingedeckte Pferde – Decken haben bereits Risse das muss überprüft werden

Hinzu kommt, dass die Grammzahl allein nicht alles über die tatsächliche Isolation verrät. Auch die verwendeten Materialien, der Aufbau und die Passform spielen eine Rolle.

Deshalb würde ich niemals pauschal empfehlen, einem Pferd ab einer bestimmten Temperatur grundsätzlich 100 oder 200 Gramm anzuziehen.

Die entscheidende Frage lautet doch: Wie kommt dieses Pferd unter diesen Bedingungen mit dieser Decke zurecht?

Was Caparo mir über das Pferde eindecken gezeigt hat

Mein Pferd Caparo hat mir über die Jahre so einiges beigebracht. Unter anderem, dass das Anziehen einer Decke nicht immer auf Begeisterung stoßen muss.

Wenn er meiner Einschätzung nach keine Decke möchte, macht er mir das manchmal ziemlich deutlich. Dann stampft er mit dem Vorderbein, wird unruhig und macht es mir ausgesprochen schwer, die Decke überhaupt richtig anzuziehen. Es ist auch schon vorgekommen, dass er sie kurzerhand wieder heruntergezogen hat, bevor ich die Verschlüsse schließen konnte.

An anderen Tagen steht er völlig ruhig da. Manchmal dreht er sich sogar so, dass ich die Verschnallungen besser erreichen kann.

Nun kann ich natürlich nicht beweisen, dass er mir damit sagen möchte: „Heute brauche ich keine Decke.“ Vielleicht spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Aber ich kenne mein Pferd seit vielen Jahren, und wenn sich sein Verhalten verändert, dann nehme ich das wahr.

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ich seine mögliche Meinung zur Decke nicht vollständig berücksichtigen kann.

Stell dir vor, es hat am Nachmittag noch zwölf Grad. Für die Nacht sind aber Minusgrade angekündigt, und du weißt genau, dass du später nicht mehr in den Stall fahren kannst. Also musst du dich entscheiden, ob du dein Pferd bereits jetzt eindeckst oder es die kalte Nacht ohne zusätzlichen Schutz verbringen lässt.

Genau solche Situationen kenne ich auch.

Wenn Caparo dann beim Eindecken mit dem Vorderbein stampft oder unruhig wird, frage ich mich durchaus, ob ihm die Decke in diesem Moment vielleicht noch zu warm ist. Aber woher soll ich sicher wissen, dass genau das der Grund für seine Reaktion ist?

Vielleicht möchte er tatsächlich gerade keine Decke. Vielleicht stört ihn aber auch etwas ganz anderes.

Und selbst wenn ich vermute, dass er sie lieber noch nicht tragen würde, muss ich trotzdem eine Entscheidung treffen. Denn wenn ich weiß, dass es in der Nacht deutlich kälter wird und ich nicht mehr zurückkommen kann, muss ich das berücksichtigen.

Für mich ist das kein Widerspruch dazu, mein Pferd ernst zu nehmen.

Ich kann seine Signale beachten und trotzdem entscheiden, dass die Decke jetzt angezogen wird. Wichtig ist nur, dass ich dabei nicht aufhöre hinzuschauen.

Inzwischen haben wir zum Glück eine Decke gefunden, mit der wir wirklich gut zurechtkommen. Laut Hersteller ist sie für Temperaturen zwischen minus fünf und plus 16 Grad geeignet. Und nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich bestätigen, dass Caparo damit sehr gut zurechtkommt.

Auch bei wechselnden Temperaturen habe ich ihn darunter weder verschwitzt noch auffällig überhitzt vorgefunden. Gleichzeitig scheint sie ihm bei kühleren Bedingungen ausreichend Schutz zu bieten.

Gerade in der Offenstallhaltung ist das eine enorme Erleichterung.

Natürlich kontrolliere ich weiterhin, ob die Decke richtig sitzt, ob Caparo darunter trocken bleibt und wie er sich verhält. Aber ich muss nicht bei jedem Temperaturwechsel sofort eine andere Decke aus dem Schrank holen.

Denn so wichtig es ist, auf die Bedürfnisse unserer Pferde zu achten, so realistisch müssen wir auch bleiben. Nicht jeder hat die Möglichkeit, dreimal täglich in den Stall zu fahren, um eine Decke zu wechseln. Wir haben schließlich auch noch ein Leben außerhalb des Stalls.

Und das ist völlig in Ordnung.

Für mich geht es darum, eine Lösung zu finden, die sowohl für mein Pferd als auch für unseren Alltag funktioniert.

Warum geschorene Pferde anders beurteilt werden müssen

Bei geschorenen Pferden verändert sich die Situation erheblich. Mit der Schur entfernen wir einen Teil des natürlichen Kälteschutzes, den das Pferd über sein Winterfell aufgebaut hat.

Das kann durchaus sinnvoll sein. Ein Pferd, das im Winter intensiv gearbeitet wird und stark schwitzt, trocknet mit einer geeigneten Schur möglicherweise schneller. Gleichzeitig kann die Wärme während der Arbeit besser abgegeben werden.

Allerdings macht es einen großen Unterschied, ob nur einzelne Bereiche geschoren werden oder ob das Pferd nahezu vollständig sein Winterfell verliert.

Je mehr Fell entfernt wird, desto stärker müssen wir unter Umständen den fehlenden Schutz durch geeignete Decken und andere Maßnahmen ausgleichen. Das gilt besonders dann, wenn das Pferd viel Zeit draußen verbringt.

Ich bin kein grundsätzlicher Gegner des Scherens. Wenn jemand sein Pferd scheren möchte und dafür nachvollziehbare Gründe hat, ist das seine Entscheidung. Wichtig ist mir allerdings, dass man sich auch über die Folgen Gedanken macht.

Denn mit dem Scheren ist es nicht getan. Danach müssen wir dafür sorgen, dass das Pferd unter den jeweiligen Bedingungen ausreichend geschützt ist.

Welche Schur sinnvoll sein kann, welche unterschiedlichen Schurmuster es gibt und welche gesetzlichen Grenzen beim Entfernen von Haaren bestehen, schauen wir uns im nächsten Blogartikel genauer an.

Können Pferde uns zeigen, ob sie eine Decke möchten?

Ich bin überzeugt davon, dass wir im täglichen Umgang sehr viel aus dem Verhalten unserer Pferde erkennen können. Allerdings sollten wir dabei nicht vergessen, dass Beobachtung und Interpretation zwei unterschiedliche Dinge sind.

Wenn ein Pferd beim Eindecken unruhig wird, kann das verschiedene Gründe haben. Vielleicht empfindet es die Decke als unangenehm, vielleicht drückt etwas oder es verbindet den Vorgang mit einer schlechten Erfahrung. Möglicherweise ist ihm tatsächlich bereits warm genug.

Genauso wenig bedeutet ein Pferd, das ruhig stehen bleibt, automatisch, dass es die Decke unbedingt haben möchte. Vielleicht hat es einfach gelernt, dass Stillstehen beim Eindecken erwartet wird.

Interessant wird es für mich dann, wenn ein Pferd unter unterschiedlichen Bedingungen auch unterschiedlich reagiert und sich diese Reaktionen über längere Zeit wiederholen.

Denn unsere Pferde lernen aus Erfahrungen. Sie erkennen Abläufe und entwickeln Erwartungen. Warum sollte das ausgerechnet beim Eindecken anders sein?

Dass Pferde unter geeigneten Bedingungen sogar gezielt zwischen Decke anziehen, Decke ausziehen und nichts verändern wählen können, wurde inzwischen wissenschaftlich untersucht.

Aber dazu später mehr.

Pferde eindecken im Offenstall – was ist zu beachten?

In der Offenstallhaltung sind die Anforderungen an eine Pferdedecke etwas anders als bei einem Pferd, das den größten Teil des Tages in einer geschützten Box verbringt.

Pferde eindecken - Pferde bei der Fellpflege - die Decke muss trotzdem sitzen
Pferde bei der Fellpflege – auch das muss eine Pferdedecke im Offenstall durchmachen

Unsere Pferde bewegen sich, fressen, ruhen, stehen im Wind, gehen durch den Regen oder suchen sich einen geschützten Platz. Eine Decke muss dabei nicht nur wärmen oder trocken halten, sondern auch gut sitzen, Bewegungsfreiheit ermöglichen und den täglichen Belastungen standhalten.

Eine verrutschte Decke, die an der Schulter scheuert oder bei jeder Bewegung spannt, ist schließlich keine gute Lösung, egal wie hochwertig sie einmal war.

Besonders wichtig finde ich aber, dass eine Decke niemals geeignete Haltungsbedingungen ersetzen kann.

Ein Pferd braucht weiterhin ausreichend Raufutter, einen trockenen Liegebereich und die Möglichkeit, sich vor ungünstiger Witterung zu schützen.

Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eingedeckte Pferde bei winterlichen Bedingungen weiterhin Unterstände nutzen. Eine Decke macht den Witterungsschutz also nicht überflüssig.

Und dann gibt es noch die praktische Seite.

Wer seine Pferde im Offenstall hält, weiß, dass die Temperaturen innerhalb eines Tages erheblich schwanken können. Morgens Frost, mittags Sonne, abends wieder Regen. Wenn man nicht direkt am Stall wohnt, kann man nicht ständig reagieren.

Deshalb finde ich es wichtig, eine Deckenlösung zu wählen, die möglichst gut zu den tatsächlichen Bedingungen passt, und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass bei größeren Wetterumschwüngen jemand nach dem Pferd sehen kann.

Verantwortungsvolle Pferdehaltung bedeutet für mich nicht, dass wir jede Minute verfügbar sein müssen. Aber wir sollten vorausschauend handeln und unsere Entscheidungen regelmäßig überprüfen.

Woran erkenne ich, ob mein Pferd friert oder ihm zu warm ist?

„Fühl doch einfach unter die Decke.“

Diesen Rat hört man häufig. Und grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, regelmäßig zu kontrollieren, wie sich das Pferd darunter anfühlt.

Allerdings ist die Sache etwas komplizierter.

Eine warme Hautoberfläche bedeutet nicht automatisch, dass die Decke perfekt ist. Genauso wenig beweist eine kühlere Stelle am Körper, dass das Pferd friert.

Trotzdem liefert uns die Kontrolle wichtige Hinweise. Ist das Fell trocken oder hat sich Feuchtigkeit gebildet? Schwitzt das Pferd? Zeigt es ungewöhnliche Unruhe oder verändert sich seine Atmung?

Auch bei Kälte lohnt es sich, genau hinzusehen. Ein Pferd, das anhaltend zittert, deutlich angespannt wirkt oder sich ungewöhnlich verhält, sollte nicht einfach als besonders empfindlich abgestempelt werden. Solche Anzeichen können auf Kältestress, aber auch auf gesundheitliche Probleme hinweisen.

Ich finde es deshalb sinnvoll, nicht nur einen einzelnen Moment zu beurteilen, sondern das Pferd über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Wie verhält es sich morgens? Wie reagiert es, wenn die Temperaturen steigen? Bleibt es unter der Decke trocken? Hat sich sein Verhalten beim Eindecken verändert?

Gerade die kleinen Unterschiede fallen uns häufig erst dann auf, wenn wir bewusst darauf achten.

Und manchmal sind sie wesentlich aussagekräftiger als die Zahl auf der Wetter-App.

Wissensblock: Friert mein Pferd wirklich? Was Körpertemperatur, Ohren und Schweif verraten

Wenn wir wissen möchten, ob unserem Pferd zu warm oder zu kalt ist, sollten wir verschiedene Anzeichen gemeinsam betrachten. Denn nicht alles, was sich für uns kalt anfühlt, bedeutet automatisch, dass das Pferd friert.

Die Körpertemperatur: Die normale Körperkerntemperatur eines erwachsenen Pferdes liegt in Ruhe ungefähr zwischen 37,2 und 38,3 Grad Celsius, wobei individuelle Unterschiede vorkommen. Deshalb ist es sinnvoll, die normale Temperatur des eigenen Pferdes zu kennen. Gemessen wird üblicherweise rektal, möglichst in einem gesunden, ruhigen und nicht unmittelbar zuvor gearbeiteten Zustand.

Eine Temperaturmessung kann helfen, Fieber oder eine tatsächliche Unterkühlung zu erkennen. Sie sagt aber nicht zuverlässig, ob dem Pferd unter seiner Decke gerade angenehm warm ist. Ein Pferd kann Kältestress erleben und trotzdem noch eine normale Körperkerntemperatur haben.

Die Stelle hinter den Ohren: Hier lässt sich mit der Hand ein erster Eindruck gewinnen. Fühlt sich die Region warm an, ist das zunächst unauffällig. Ist sie kühl, bedeutet das allerdings nicht automatisch, dass das Pferd friert. Die Hauttemperatur wird unter anderem von der Durchblutung und der Umgebung beeinflusst. Allein anhand dieser Stelle lässt sich der Wärmebedarf nicht sicher beurteilen.

Die Schweifhaltung: Manche Pferde halten ihren Schweif bei Kälte enger am Körper. Wenn sich der Schweif ungewöhnlich fest angelegt anfühlt oder das Pferd insgesamt verspannt wirkt, kann das ein zusätzlicher Hinweis sein. Ein zuverlässiger Kältetest ist das jedoch nicht. Auch Schmerzen, Anspannung oder andere Ursachen können die Schweifhaltung verändern.

Das Zittern: Deutliches Zittern kann ein Zeichen dafür sein, dass der Körper versucht, durch Muskelarbeit zusätzliche Wärme zu erzeugen. Es sollte ernst genommen werden. Allerdings können auch Schmerzen, Angst oder Erkrankungen Zittern auslösen. Hält es an oder kommen weitere Auffälligkeiten hinzu, sollte tierärztlich abgeklärt werden, was dahintersteckt.

Das aufgestellte Fell: Wenn ein Pferd sein Fell aufstellt, ist das zunächst ein ganz normaler Bestandteil seiner Wärmeregulation. Die aufgerichteten Haare vergrößern die isolierende Luftschicht. Das bedeutet nicht automatisch, dass dem Pferd bereits zu kalt ist. Es zeigt vielmehr, dass der Körper auf die Umgebungsbedingungen reagiert.

Entscheidend ist also nicht ein einzelnes Anzeichen, sondern das Gesamtbild. Ein gesundes Pferd mit normaler Körpertemperatur, trockenem Fell und unauffälligem Verhalten muss nicht deshalb eingedeckt werden, weil sich seine Ohren kühl anfühlen. Umgekehrt sollte man ein zitterndes, deutlich angespanntes Pferd nicht allein deshalb beruhigt stehen lassen, weil seine Körpertemperatur noch im Normalbereich liegt.

Wissensblock: Was die Wissenschaft über die Deckenwünsche von Pferden herausgefunden hat

Eine norwegische Forschungsgruppe um Cecilie Mejdell ging 2016 einer interessanten Frage nach: Können Pferde lernen, Menschen mitzuteilen, ob sie eine Decke tragen möchten?

Dafür wurden 23 Pferde darauf trainiert, drei unterschiedliche Symbole zu verstehen. Eines stand für das Anlegen einer Decke, eines für das Abnehmen und das dritte dafür, dass nichts verändert werden sollte.

Alle 23 Pferde lernten innerhalb von 14 Trainingstagen, diese Symbole entsprechend zu verwenden.

Besonders interessant war, wie sie anschließend entschieden. Bei angenehmen Wetterbedingungen wählten sie häufiger die Möglichkeit, keine Decke zu tragen. Bei Kälte, Wind und Regen entschieden sie sich dagegen häufiger für zusätzlichen Schutz.

In einer weiteren Untersuchung aus dem Jahr 2019 wurde genauer betrachtet, welchen Einfluss unterschiedliche Wetterbedingungen auf diese Entscheidungen hatten. Dabei zeigte sich, dass neben der Temperatur auch Niederschlag, Wind und Sonneneinstrahlung eine Rolle spielten.

Bei starkem Frost sowie bei kühlem, nassem oder windigem Wetter bevorzugten viele Pferde eine Decke. Bei Temperaturen über zehn Grad entschieden sich dagegen nur wenige dafür.

Natürlich können wir aus diesen Untersuchungen keine allgemeingültige Temperaturtabelle ableiten. Die Ergebnisse hängen auch von den untersuchten Pferden und ihren individuellen Voraussetzungen ab.

Aber die Studien zeigen etwas, das ich bemerkenswert finde: Pferde können lernen, ihre Vorlieben in Bezug auf das Tragen einer Decke gezielt mitzuteilen.

Das bedeutet nicht, dass jedes Stampfen beim Eindecken automatisch „Mir ist zu warm“ heißt. Die Pferde in den Studien hatten schließlich gelernt, über eindeutige Symbole zu kommunizieren.

Aber es zeigt, dass Pferde durchaus eigene Präferenzen haben können und dass diese mit den Wetterbedingungen zusammenhängen.

Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber diskutieren, ob Pferde grundsätzlich Decken brauchen, und häufiger darauf achten, was das einzelne Pferd uns zeigt.

Mein Fazit: Nicht die Decke ist entscheidend, sondern das Pferd darunter

Braucht ein Pferd im Winter eine Decke?

Manchmal ja. Manchmal nein. Und manchmal kann dieselbe Decke an einem Tag sinnvoll sein und an einem anderen nicht.

Ich halte wenig davon, grundsätzlich für oder gegen das Eindecken zu sein. Dafür sind Pferde, Haltungsbedingungen und individuelle Bedürfnisse viel zu unterschiedlich.

Pferde eindecken - je nach Pferd entscheiden und überlegen warum
Für oder gegen Decke sollte man individuell Pro-Pferd entscheiden

Was ich mir allerdings wünschen würde, ist, dass wir bei unseren Entscheidungen genauer hinschauen.

Nicht jedes Pferd, das beim Eindecken unruhig wird, möchte uns damit sagen, dass ihm zu warm ist. Und nicht jedes Pferd, das ruhig stehen bleibt, fühlt sich automatisch wohl.

Aber solche Reaktionen sind Informationen. Wir müssen sie nicht vermenschlichen, sollten sie aber auch nicht einfach übergehen.

Vielleicht liegt die beste Entscheidung irgendwo zwischen unserem Wissen über Thermoregulation, den tatsächlichen Haltungsbedingungen und dem, was wir an unserem Pferd beobachten.

Und wenn wir eine Lösung gefunden haben, die dem Pferd gerecht wird und gleichzeitig in unseren Alltag passt, dann dürfen wir damit auch zufrieden sein.

Denn Pferde verstehen bedeutet für mich nicht, jede Entscheidung dem Pferd zu überlassen.

Es bedeutet, seine Bedürfnisse und Reaktionen ernst zu nehmen und auf dieser Grundlage verantwortungsvoll zu handeln.

Fünf häufige Fragen zum Eindecken von Pferden

1. Ab welcher Temperatur braucht mein Pferd eine Decke?

Eine feste Temperaturgrenze gibt es nicht. Ein gesundes, ungeschorenes Pferd mit gutem Winterfell kann bei geeigneten Haltungsbedingungen auch bei deutlichen Minusgraden ohne Decke zurechtkommen. Entscheidend sind neben der Temperatur vor allem Wind, Nässe, Fellzustand, Gesundheit und die Möglichkeit, Schutz aufzusuchen.

2. Ist eine ungefütterte Regendecke im Winter ausreichend?

Das kann durchaus sein, wenn das Pferd genügend eigenes Winterfell besitzt und hauptsächlich vor Regen und Wind geschützt werden soll. Eine ungefütterte Decke bietet allerdings nicht dieselbe zusätzliche Isolation wie eine gefütterte Winterdecke.

3. Braucht ein geschorenes Pferd grundsätzlich eine dicke Decke?

Nicht unbedingt eine dicke, aber je nach Umfang der Schur und den äußeren Bedingungen häufig zusätzlichen Schutz. Ein Pferd mit einer kleinen Teilschur hat andere Bedürfnisse als eines, das nahezu vollständig geschoren wurde.

4. Können Pferde selbst entscheiden, ob sie eine Decke möchten?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Pferde lernen können, über Symbole mitzuteilen, ob sie eine Decke tragen möchten. Im normalen Stallalltag können ihre Reaktionen ebenfalls Hinweise liefern. Diese sind allerdings nicht immer eindeutig und müssen im Zusammenhang betrachtet werden.

5. Muss ich bei wechselnden Temperaturen ständig die Decke wechseln?

Nicht zwangsläufig. Manche Pferde kommen mit einer gut gewählten Decke über einen größeren Temperaturbereich zurecht. Wichtig ist, regelmäßig zu kontrollieren, ob das Pferd darunter trocken bleibt und keine Anzeichen von Überhitzung oder Kältestress zeigt. Bei starken Wetterumschwüngen kann trotzdem ein Deckenwechsel notwendig werden.


Wissenschaftliche Quellen

DeBoer, M., Konop, A. & Fisher, B. (2023): Changes in Hair Coat Length and Diameter in Blanketed and Nonblanketed Adult Horses in the Winter. Journal of Equine Veterinary Science, 120, 104191. https://doi.org/10.1016/j.jevs.2022.104191

Mejdell, C. M., Buvik, T., Jørgensen, G. H. M. & Bøe, K. E. (2016): Horses can learn to use symbols to communicate their preferences. Applied Animal Behaviour Science, 184, 66–73.
https://doi.org/10.1016/j.applanim.2016.07.014

Mejdell, C. M. et al. (2019): The effect of weather conditions on the preference in horses for wearing blankets. Applied Animal Behaviour Science, 212, 52–57.
https://doi.org/10.1016/j.applanim.2019.02.001

Jørgensen, G. H. M., Mejdell, C. M. & Bøe, K. E. (2019): The effect of blankets on horse behaviour and preference for shelter in Nordic winter conditions. Applied Animal Behaviour Science, 218, 104822.
https://doi.org/10.1016/j.applanim.2019.06.003

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