Pferd geht nicht durch Wasser? -Warum die Pfütze vielleicht gar nicht das eigentliche PRoglem ist

Pferd geht nicht durch Wasser

Vor euch ist eine Pfütze. Nicht besonders tief, nicht besonders groß und für dich eigentlich kein Grund, stehen zu bleiben.

Dein Pferd geht nicht durch Wasser, weil es da etwas völlig anders sieht als du.

Es wird langsamer, hebt den Kopf und richtet seine Aufmerksamkeit auf das Wasser. Vielleicht bleibt es stehen, weicht zur Seite oder möchte umdrehen. Du versuchst, es vorwärtszuschicken. Erst vorsichtig, dann deutlicher. Schließlich entsteht genau das, was du eigentlich vermeiden wolltest: Druck, Anspannung und ein zunehmender Konflikt zwischen euch.

Schnell heißt es dann: „Du musst dich durchsetzen. Wenn du es jetzt vorbeilässt, macht es das beim nächsten Mal wieder.“

Doch was, wenn dein Pferd nicht einfach nur nicht durch die Pfütze gehen möchte? Was, wenn das Wasser längst nicht mehr das eigentliche Problem ist?

Vielleicht hat dein Pferd gelernt, dass sein erstes Zögern nicht wahrgenommen wird. Dass nach dem Anhalten mehr Druck kommt. Dass es keine Zeit bekommt, den Untergrund zu prüfen. Oder dass du selbst bereits einige Meter vorher angespannter wirst, weil du erwartest, dass es gleich wieder schwierig werden könnte.

Dann reagiert dein Pferd nicht nur auf die Pfütze vor sich. Es reagiert auch auf das, was es in dieser Situation bereits erlebt hat.

Dein Pferd geht nicht durch Wasser – Woran kann das liegen, was sieht Dein PFerd?

Für dich ist es vielleicht nur eine flache Pfütze. Du kannst den Weg einschätzen, erkennst ungefähr, wie tief das Wasser ist, und gehst davon aus, dass der Boden darunter trägt. Dein Pferd kann das nicht unbedingt so eindeutig beurteilen.

Je nach Licht spiegelt sich der Himmel in der Wasseroberfläche oder das Wasser bewegt sich im Wind. Der Untergrund ist nicht klar zu erkennen. Ist er fest oder gibt er nach? Ist die Pfütze nur wenige Zentimeter tief oder verbirgt sich darunter ein Loch? Auch schlammiger, rutschiger oder unebener Boden kann für ein Pferd einen guten Grund darstellen, zunächst vorsichtig zu werden.

Sobald dein Pferd einen Huf ins Wasser setzt, muss es sein Gewicht verlagern und sich auf einen Untergrund einlassen, den es vorher möglicherweise nicht sicher einschätzen konnte. Zögern muss deshalb nicht automatisch bedeuten, dass es sich widersetzt oder grundsätzlich Angst vor Wasser hat. Vielleicht versucht es zunächst nur herauszufinden, ob es dort sicher auftreten kann.

Das erklärt auch, warum ein Pferd aus einer Pfütze trinken oder durch einen Bach gehen kann und an einer anderen Wasserstelle trotzdem stehen bleibt. Wasser ist nicht gleich Wasser. Licht, Tiefe, Bewegung und Bodenbeschaffenheit machen jede Situation ein wenig anders.

Pferd geht nicht durch Wasser - Trinkt aber dann daraus
Pferd trinkt aus Pfütze

Bevor du dein Pferd also aufforderst weiterzugehen, lohnt es sich, einen Moment genauer hinzusehen: Wovor zögert es tatsächlich? Vor dem Wasser – oder vor etwas, das weder du noch dein Pferd unter der Oberfläche erkennen könnt?

Wann beginnt die Reaktion wirklich?

Oft nehmen wir die Reaktion unseres Pferdes erst wahr, wenn es stehen bleibt, zur Seite ausweicht oder umdrehen möchte. Doch meistens hat sich bereits einige Schritte vorher etwas verändert.

Pferd geht nicht durch Wasser
Pferd untersucht das Wasser

Vielleicht wird der Schritt kürzer und zögerlicher. Der Kopf hebt sich, der Blick richtet sich auf die Pfütze und Hals oder Rücken werden fester. Manche Pferde halten kurz die Luft an, andere beginnen schneller zu atmen. Wieder andere verlagern ihr Gewicht, drängen unauffällig mit der Schulter nach außen oder suchen bereits nach einer Möglichkeit, am Wasser vorbeizukommen.

Diese Veränderungen können so fein sein, dass wir sie leicht übersehen – besonders dann, wenn wir bereits damit beschäftigt sind, das Pferd gerade zu halten und weiter vorwärtszuschicken. Aus den ersten kleinen Signalen wird eine immer deutlichere Reaktion. Das Pferd bleibt stehen, weicht aus oder geht rückwärts. Für uns wirkt es, als hätte das Problem genau in diesem Moment begonnen. Tatsächlich hat es möglicherweise schon vorher gezeigt, dass es unsicher wird.

Wenn wir erst reagieren, wenn das Pferd deutlich stehen bleibt oder umdreht, haben wir mehrere leisere Signale vielleicht bereits übersehen. Genau dort liegt jedoch unsere Chance: Je früher wir eine Veränderung wahrnehmen, desto eher können wir angemessen reagieren – bevor aus einem kurzen Zögern ein Konflikt zwischen Pferd und Mensch entsteht.

Ist es wirklich Angst?

Wenn ein Pferd vor einer Pfütze stehen bleibt, lautet die Erklärung schnell: Es hat Angst vor Wasser. Doch „Angst“ ist zunächst nur eine Vermutung. Nicht jedes Zögern hat dieselbe Ursache – auch wenn das sichtbare Verhalten ähnlich aussieht.

Und manchmal ist es tatsächlich Angst. Vielleicht ist dein Pferd auf nassem Boden schon einmal weggerutscht, in ein unerwartet tiefes Loch getreten oder im Wasser aus dem Gleichgewicht geraten. Möglicherweise wurde es in einer solchen Situation stark unter Druck gesetzt oder gegen seinen Widerstand hindurchgetrieben. Dann kann es den Anblick von Wasser mit Kontrollverlust, Schmerz oder einem unangenehmen Erlebnis verbunden haben.

Auch wenn die heutige Pfütze flach und der Untergrund sicher ist, kann die damalige Erfahrung noch immer seine Reaktion beeinflussen. Die Angst ist in diesem Moment real – selbst wenn die ursprüngliche Gefahr nicht mehr besteht. Ein anderes Pferd ist vielleicht lediglich vorsichtig, kann den Boden nicht einschätzen oder versteht noch nicht, was von ihm erwartet wird. Am Stehenbleiben allein lässt sich dieser Unterschied nicht erkennen.

Es kann auch gelernt haben, dass seitliches Ausweichen funktioniert. Wenn ihr bisher nach einigen Versuchen doch um die Pfütze herumgegangen seid, war dieses Ausweichen aus Sicht des Pferdes erfolgreich. Das bedeutet nicht, dass es dich absichtlich austrickst. Es wiederholt eine Lösung, mit der es in der Vergangenheit aus dieser unangenehmen Situation herausgekommen ist.

Daneben dürfen wir mögliche körperliche Ursachen nicht übersehen. Wenn dein Pferd Schwierigkeiten mit seiner Balance hat, können das Hinuntertreten, ein nachgebender Boden oder eine stärkere Gewichtsverlagerung unangenehm sein. Schmerzen im Rücken, in den Gelenken oder an den Hufen können ebenfalls dazu führen, dass es auf unsicherem Untergrund vorsichtiger wird. Das lässt sich von außen nicht allein an einem Stehenbleiben erkennen. Tritt die Reaktion plötzlich auf, ist sie ungewöhnlich stark oder verschlimmert sie sich, sollten mögliche körperliche Beschwerden abgeklärt werden.

Und dann ist da noch die Frage, was wir unserem Pferd selbst im Umgang mit Pfützen zeigen. Wie häufig gehst du beim Führen außen herum oder steigst über das Wasser hinweg, weil du keine nassen oder schmutzigen Schuhe bekommen möchtest? Dein Pferd beobachtet deine Bewegung und erlebt immer wieder: Mein Mensch wählt nicht den Weg durch das Wasser.

Möglicherweise nimmt es dein Ausweichen sogar als Hinweis darauf wahr, dass dieser Untergrund nicht sicher oder zumindest nicht selbstverständlich begehbar ist. Gerade wenn dein Pferd bei dir Orientierung sucht, ist es nicht unlogisch, dass es deiner Wegwahl folgt.

Später sitzt du im Sattel und erwartest, dass dein Pferd selbst den ersten Schritt in die Pfütze setzt. Du kannst ihm nun nicht mehr sichtbar vorausgehen – und verlangst möglicherweise etwas, das du ihm vom Boden aus bisher nie gezeigt hast.

Bevor wir ein Pferd als ängstlich, stur oder ungehorsam bezeichnen, sollten wir deshalb genauer hinschauen. Vielleicht stellt es sich nicht einfach nur an. Vielleicht fehlt ihm eine verständliche Aufgabe, eine gute Erfahrung, körperliche Sicherheit oder eine klare Orientierung.

Die entscheidende Frage lautet nicht nur: „Wie bekomme ich mein Pferd durch diese Pfütze?“ Sondern zunächst: „Warum erscheint genau dieser Schritt meinem Pferd im Moment nicht möglich oder nicht sinnvoll?“

Wenn beide schon den Konflikt erwarten

Aus einem anfänglichen Zögern kann mit jeder Wiederholung ein vertrauter Ablauf werden. Irgendwann liegt die eigentliche Schwierigkeit nicht mehr nur im Wasser, sondern auch in dem Muster, das sich zwischen Pferd und Mensch entwickelt hat.

Das Pferd wird langsamer. Der Mensch erkennt die ersten Anzeichen und denkt: „Ich wusste, dass es gleich wieder anfängt.“ Vielleicht nimmt er die Zügel vorsorglich kürzer, wird fester im Körper oder reagiert früher und deutlicher, damit das Pferd dieses Mal gar nicht erst stehen bleibt.

Für das Pferd bestätigt sich damit ebenfalls etwas: Sobald wir uns dem Wasser nähern, steigt der Druck. Es wird noch vorsichtiger, spannt sich stärker an oder versucht früher auszuweichen. Der Mensch wiederum versteht diese Reaktion als Zeichen dafür, dass er noch konsequenter werden muss.

So geraten beide in einen Kreislauf. Das Pferd wird zögerlicher, weil es den Druck erwartet. Der Mensch erhöht den Druck, weil das Pferd zögert. Am Ende scheint wieder bewiesen zu sein, dass das Pferd nicht durch Pfützen gehen möchte. Dabei haben sich möglicherweise vor allem zwei Erwartungen gegenseitig bestätigt.

Manchmal fürchtet das Pferd deshalb nicht mehr nur die Pfütze. Es erwartet bereits den Konflikt, der dort zwischen ihm und seinem Menschen entstehen könnte.

Das ist keine Schuldzuweisung. Auch der Mensch handelt aus seinen bisherigen Erfahrungen heraus. Vielleicht möchte er verhindern, dass die Situation erneut außer Kontrolle gerät. Vielleicht fühlt er sich von anderen beobachtet oder hat gelernt, dass er sich in einem solchen Moment unbedingt durchsetzen müsse.

Wissen: Pferde beziehen den Menschen in ihre Einschätzung ein

Pferde achten in unbekannten oder unsicheren Situationen nicht nur auf das, was vor ihnen liegt. Sie beobachten auch den Menschen an ihrer Seite.

In einer Studie zum sogenannten sozialen Referenzieren wurden Pferde mit unbekannten Gegenständen konfrontiert. Dabei zeigte sich, dass sie sich am emotionalen Ausdruck des Menschen orientierten und diese Information in ihre Reaktion auf den Gegenstand einbezogen.

Eine weitere Untersuchung deutet darauf hin, dass Pferde sich an zuvor wahrgenommene emotionale Gesichtsausdrücke bestimmter Menschen erinnern und ihr späteres Verhalten entsprechend anpassen können.

Diese Ergebnisse zeigen nicht, dass ein Pferd unsere Gedanken lesen kann. Sie beweisen auch nicht, dass es jede Handlung des Menschen einfach nachahmt. Ob Pferde konkrete Handlungen allein durch das Beobachten eines Menschen übernehmen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Studien kommen hier zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Forschung unterstützt jedoch die Annahme, dass menschliche Signale und frühere Erfahrungen in die Einschätzung einer Situation einfließen können. Unser Verhalten ist für das Pferd deshalb nicht nur ein unwichtiger Begleitumstand. Es kann Teil dessen werden, woran es sich orientiert.

Wenn wir an einer Pfütze zögern, ausweichen oder bereits einen Konflikt erwarten, nimmt unser Pferd möglicherweise mehr wahr als nur das Wasser vor seinen Hufen.

Doch wenn beide immer wieder denselben Ablauf erwarten, muss einer von ihnen beginnen, ihn zu verändern. Diese Verantwortung können wir nicht dem Pferd überlassen. Die Veränderung beginnt deshalb nicht erst mit dem Schritt ins Wasser. Sie beginnt bereits mit unserer Entscheidung, nicht wieder automatisch so zu reagieren wie beim letzten Mal.

Wie neue Erfahrungen entstehen können

Wenn sich an der Pfütze bereits ein festes Muster entwickelt hat, lässt es sich nicht verändern, indem wir denselben Ablauf nur noch entschlossener wiederholen. Eine neue Erwartung kann nur entstehen, wenn das Pferd auch eine andere Erfahrung macht.

Das beginnt bei den ersten Anzeichen von Anspannung. Statt die Hilfen sofort zu verstärken, können wir unserem Pferd einen Moment geben, die Situation zu betrachten. Zeit zu geben bedeutet allerdings nicht, beim ersten Zögern umzudrehen oder jede Entscheidung dem Pferd zu überlassen. Das würde ihm möglicherweise nur bestätigen, dass Ausweichen der richtige Weg ist.

Es bedeutet vielmehr, die Aufgabe so zu gestalten, dass das Pferd sie verstehen und bewältigen kann.

Vielleicht besteht der erste Erfolg noch nicht darin, die ganze Pfütze zu durchqueren. Das Pferd bleibt zunächst in einem angemessenen Abstand stehen, schaut hin und kann wieder ruhiger werden. Dann nähert es sich einen Schritt weiter, senkt vielleicht den Kopf oder setzt einen Huf an den Rand. Solche kleinen Veränderungen wirken unscheinbar, können aber entscheidend dafür sein, ob das Pferd Vertrauen entwickelt oder erneut in Anspannung gerät.

Das Ziel sollte nicht nur sein, dass dein Pferd irgendwie durch diese eine Pfütze geht. Entscheidend ist, welche Erfahrung es dabei mitnimmt. Hat es gelernt, dass seine Unsicherheit sofort zu mehr Druck führt? Oder hat es erlebt, dass du seine Signale wahrnimmst, ihm Orientierung gibst und trotzdem ruhig bei der gemeinsamen Aufgabe bleibst?

Dabei darfst du klar bleiben. Wenn dein Pferd unkontrolliert rückwärtsrennt, dich mit der Schulter wegdrängt oder eine andere gefährliche Reaktion zeigt, müssen Sicherheit und Abstand zuerst wiederhergestellt werden. Die Signale des Pferdes ernst zu nehmen bedeutet nicht, dass gefährliches Verhalten einfach hingenommen werden muss. Gerade dann kann es sinnvoll sein, sich fachkundige Unterstützung zu holen, bevor sich ein unsicherer Ablauf weiter festigt.

Und wenn du möchtest, dass dein Pferd dir durch das Wasser folgt, solltest du selbst darauf vorbereitet sein, diesen Weg zu gehen. Mit Schuhen, die schmutzig und nass werden dürfen, kannst du tatsächlich durch die Pfütze gehen, statt am Rand stehen zu bleiben und dein Pferd allein hineinzuschicken. So stimmen deine Körpersprache, deine Wegwahl und deine Aufforderung überein.

Eine einzige ruhige Begegnung wird frühere Erfahrungen nicht sofort auflösen. Neue Erwartungen entstehen durch Wiederholung. Wenn dein Pferd mehrfach erlebt, dass Wasser nicht automatisch Unsicherheit, Druck oder Streit bedeutet, kann sich der vertraute Ablauf allmählich verändern. Nicht, weil es sich irgendwann einfach fügt, sondern weil es gelernt hat, dass es die Situation gemeinsam mit dir bewältigen kann.

Pferd geht nicht durch Wasser
Pferd steht unsicher in Pfütze

Mein Tipp für eure nächste Begegnung mit Wasser

Beobachte bei eurer nächsten Begegnung mit einer Pfütze bereits zehn oder fünfzehn Meter vorher drei Dinge:

Was verändert sich bei deinem Pferd? Was verändert sich bei dir? Und was geschieht daraufhin zwischen euch?

Versuche dabei zunächst nicht zu bewerten. Nimm nur wahr, wann aus einem normalen Schritt ein vorsichtiger Schritt wird, wann du selbst beginnst, dich innerlich vorzubereiten, und wie dein Pferd darauf reagiert.

Diese Beobachtung kann dir helfen zu erkennen, an welcher Stelle eure eigentliche Schwierigkeit beginnt. Denn das deutliche Stehenbleiben ist möglicherweise nur das Ende einer Entwicklung, die viel früher eingesetzt hat.

Vielleicht gibt es auch bei euch eine Situation, die sich immer wieder ähnlich abspielt – beim Wasser, beim Ausreiten, beim Satteln oder in einer ganz anderen Alltagssituation. Und vielleicht hast du schon Verschiedenes versucht, ohne wirklich zu verstehen, warum dein Pferd so reagiert.

Genau hier setzt meine ganzheitliche Situationsanalyse an. Wir betrachten nicht nur das sichtbare Verhalten, sondern die gesamte Situation: die frühen Signale deines Pferdes, eure bisherigen Erfahrungen, mögliche körperliche oder äußere Einflüsse und das, was zwischen euch geschieht. Daraus entwickeln wir einen nächsten Schritt, der zu dir und deinem Pferd passt.

Denn bevor wir versuchen, ein Verhalten zu verändern, sollten wir verstehen, was dahinterstecken könnte.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Schrimpf, A., Single, M.-S. & Nawroth, C. (2020): Social Referencing in the Domestic Horse. Animals, 10(1), 164. https://doi.org/10.3390/ani10010164
  • Proops, L., Grounds, K., Smith, A. V. & McComb, K. (2018): Animals Remember Previous Facial Expressions that Specific Humans Have Exhibited. Current Biology, 28(9), 1428–1432.e4. https://doi.org/10.1016/j.cub.2018.03.035
  • Rørvang, M. V., Ahrendt, L. P. & Christensen, J. W. (2015): A Trained Demonstrator Has a Calming Effect on Naïve Horses When Crossing a Novel Surface. Applied Animal Behaviour Science, 171, 117–120. https://doi.org/10.1016/j.applanim.2015.08.008
  • Rørvang, M. V., Nielsen, T. B. & Christensen, J. W. (2020): Horses Failed to Learn from Humans by Observation. Animals, 10(2), 221. https://doi.org/10.3390/ani10020221

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