ÜBER MICH
Verbindung beginnt in dir.
Pferde begleiten mich seit über 40 Jahren. In dieser Zeit habe ich nicht nur gelernt, sie auszubilden und zu unterrichten. Ich habe vor allem gelernt, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und manches, was ich früher für selbstverständlich hielt, neu zu betrachten.


MEINE ANFÄNGE
Aus ein paar Reitstunden wurde ein Lebensweg.
Mit zwölf Jahren wollte ich vor allem eines: reiten. Dafür nahm ich freitags eine lange Busfahrt auf mich. Mein Taschengeld floss in Reitstunden, und jede freie Minute im Stall war gut investiert.
Später kam meine erste Reitbeteiligung. Mit Anfang zwanzig kaufte ich mein erstes eigenes Pferd, einen ehemaligen Renntraber. Mit ihm lernte ich, Verantwortung zu übernehmen, geduldig zu bleiben und nicht jede Schwierigkeit mit der gleichen Antwort lösen zu wollen.
Das Foto zeigt mich Jahre später mit meinem zweiten eigenen Pferd – ein Stück meines Weges, auf dem das Lernen nie aufgehört hat.
Neugier, Begeisterung und der Wunsch, Pferde wirklich zu verstehen – das begleitet mich bis heute.
LERNEN HÖRT NICHT AUF
Mein Weg war nicht immer geradlinig – und genau das war gut so.
Über meine Kinder kam ich zum Voltigieren. Zunächst half ich bei Übungen neben dem Pferd, später führte ich selbst Pferde an der Longe, übernahm Gruppen und schließlich die Verantwortung für den Voltigierbetrieb.
Je mehr Verantwortung ich übernahm, desto klarer wurde mir, dass Erfahrung allein nicht genügt. Ich wollte verstehen, warum ein Pferd in einer Situation mitarbeitet und in einer anderen zögert, sich entzieht oder unter Spannung gerät. Deshalb absolvierte ich Trainerausbildungen und beschäftigte mich zunehmend mit Bodenarbeit, Körpersprache und Pferdeverhalten. Später kamen Reitpädagogik und Reittherapie hinzu. Gerade die Arbeit mit Kindern und Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen hat meinen Blick erweitert.
Ich habe gelernt, nicht nur das sichtbare Verhalten zu betrachten. Auch die Haltung, der körperliche Zustand, frühere Erfahrungen, unsere Signale und die jeweilige Situation spielen eine Rolle. Das ist die Grundlage meiner heutigen Verhaltensanalysen: Beobachtungen sorgfältig einordnen, mögliche Ursachen unterscheiden und dort weitere Fachleute hinzuziehen, wo etwa gesundheitliche Fragen abgeklärt werden müssen.
Meine Qualifikationen
- Reitlehrerin und Pferdetrainerin
- Reitpädagogin und Reittherapeutin
- Trainerausbildungen im Reiten und Voltigieren
- Weiterbildungen in Pferdeverhalten, Körpersprache, Bodenarbeit und Inklusion
- Energetik Practitioner
- Über 40 Jahre praktische Erfahrung mit Pferden
MEIN FACHLICHER BLICK
Warum ich heute genauer hinschaue
In all den Jahren habe ich gelernt, dass ein Verhalten selten für sich allein steht. Ein Pferd, das sich widersetzt, hat nicht automatisch ein Erziehungsproblem. Vielleicht versteht es unsere Signale nicht, fühlt sich überfordert oder hat körperliche Beschwerden. Manchmal spielen auch Haltung, Erfahrungen oder unser eigener Umgang eine Rolle.
Meine Ausbildungen und die praktische Arbeit mit unterschiedlichen Pferden helfen mir, solche Zusammenhänge systematisch zu betrachten. Ich beobachte, frage nach und prüfe, welche Ursachen infrage kommen. Wo gesundheitliche Fragen bestehen, gehört für mich die tierärztliche Abklärung selbstverständlich dazu.

MEINE LEHRMEISTER
Manche Lehrmeister haben vier Beine.
Caparo kam 2013 in mein Leben. Mit ihm habe ich viel erlebt, ihn bei der Bodenarbeit, beim Voltigieren und auf seinem Weg zum Therapiepferd begleitet. Vor allem aber hat er mir gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur auf das offensichtliche Verhalten eines Pferdes zu achten.
Ich erinnere mich noch gut daran, dass Caparo erst buckeln musste, bevor ich erkannte, dass sein Sattel nicht richtig passte. Damals hatte ich die früheren Anzeichen noch nicht ausreichend wahrgenommen. Heute achte ich schon beim Satteln darauf, wie ein Pferd reagiert. Verändert es seine Körperspannung? Weicht es aus? Zeigt es Unbehagen, noch bevor der Sattelgurt geschlossen ist? Solche kleinen Reaktionen können wichtige Hinweise sein, dass etwas nicht stimmt.
Diese Erfahrung hat meinen Blick verändert. Denn das Buckeln war nicht das eigentliche Problem, sondern ein deutliches Signal, dass etwas nicht in Ordnung war. Heute möchte ich möglichst verstehen, was ein Pferd mir zeigt, bevor es so deutlich werden muss.
Und natürlich war Caparo nicht mein einziger Lehrmeister. In mehr als 40 Jahren haben mich viele Pferde begleitet, herausgefordert und zum Nachdenken gebracht. Jedes mit seinem eigenen Charakter, seinen Erfahrungen und seiner Art, auf Situationen zu reagieren. Was bei einem Pferd kaum auffällt, kann bei einem anderen eine deutliche Reaktion auslösen. Genau deshalb ist es mir wichtig geworden, jedes Pferd einzeln zu betrachten, statt sein Verhalten vorschnell in eine Schublade zu stecken.
Vieles von dem, was ich heute über Pferdeverhalten weiß, habe ich durch Ausbildungen und Weiterbildungen gelernt. Aber erst die Pferde selbst haben mir immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist, dieses Wissen im Alltag richtig anzuwenden.
Manche Pferde kommen nicht, um etwas zu lernen. Sie erinnern uns daran, wie viel wir selbst noch lernen dürfen.
DER PFERDEWOHLHOF
Ein Ort, an dem mein Wissen lebendig wird.
2023 entstand gemeinsam mit meiner Tochter Selina der Pferdewohlhof. Ein kleiner Offenstall, in dem wir unsere Vorstellungen von pferdegerechter Haltung und einem achtsamen Miteinander im Alltag umsetzen.
Hier geht es nicht darum, dass jedes Pferd in ein fertiges Konzept passen muss. Wir beobachten, was die einzelnen Pferde brauchen, und hinterfragen auch unsere eigenen Gewohnheiten.
Der Pferdewohlhof ist für mich deshalb weit mehr als ein Stall. Er ist ein Ort, an dem Erfahrung, Verantwortung und die Bereitschaft, weiterzulernen, zusammenkommen.


AUS ERFAHRUNGEN WURDEN ZWEI BÜCHER
Pferdezeit – Geschichten, die das Leben schreibt.
Mein erstes Buch „Pferdezeit – Was ich in 40 Jahren von ihnen lernen durfte“ entstand aus dem Wunsch, meine Erlebnisse und Veränderungen festzuhalten. Beim Schreiben wurde mir noch einmal bewusst, wie sehr sich mein Blick auf Pferde im Lauf der Jahrzehnte verändert hat.
In „Pferdezeit 2 – Was zwischen uns entsteht, wenn wir beginnen, wirklich zuzuhören“ erzähle ich diesen Weg weiter. Es geht um Pferde, die mich begleitet haben, um Entscheidungen, die nicht immer leicht waren, und um das, was zwischen Mensch und Pferd entstehen kann, wenn wir unsere Gewohnheiten hinterfragen.
Beide Bücher sind persönlich. Sie sollen nicht erklären, dass ich immer alles richtig gemacht habe. Sie erzählen davon, wie viel man lernen kann, wenn man bereit ist, genauer hinzusehen.
Geschichten, die Mut machen, genauer hinzusehen und die Beziehung zum Pferd bewusster zu gestalten.
MEINE HALTUNG
Pferde verstehen. Menschen begleiten. Gemeinsam weiterkommen.
Heute verbinde ich meine jahrzehntelange Erfahrung mit fachlichem Wissen und der Bereitschaft, jedes Pferd als Individuum zu betrachten. Bei einer Verhaltensanalyse interessiert mich nicht nur, was ein Pferd tut, sondern auch, unter welchen Umständen es dieses Verhalten zeigt.
Ich möchte Menschen dabei unterstützen, Zusammenhänge besser zu erkennen, frühere Signale wahrzunehmen und fairere Entscheidungen für ihr Pferd zu treffen. Das ist der rote Faden, der sich durch meinen ganzen Weg zieht.
Lass uns ins Gespräch kommen.
Ich freue mich darauf, dich und dein Pferd kennenzulernen.